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Ich übe den Beruf des Tontechnikers aus.
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Mein Ausbildungsweg war über SAE,
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das ist ein Privatinstitut in Wien.
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Meine Arbeitstätigkeit liegt in der Funktechnik.
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Bedeutet, ich sitze in unserem Radiokammerl
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und mit meinem Kollegen betreuen wir
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unsere Funkstrecken und Mikrofone.
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Bedeutet, vom Soundcheck bis zur Wartung der Mikrofone und Transmitter
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haben wir alles zu tun in der Funkabteilung
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und auch mit der Zuweisung der Frequenzen.
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Genauso auch die Ausrichtung der Antennen.
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Wir sorgen dafür, dass jedes Signal verlässlich hier am Pult ankommt.
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Für diesen Weg sind mein Kollege und ich zuständig
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und auch falls einmal etwas passieren sollte -
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wir sind im Livebereich, da kann immer was passieren -
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sind wir auch dafür zuständig, dass wir früh genug Bescheid geben.
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Wir hören extra ab. Wir hören mit einem eigenen Abhörsystem
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die Schauspieler_innen ab und schauen, dass
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falls es etwas gibt, wie zum Beispiel einen Bruch im Kabel oder in den Steckern,
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dass wir das früh genug durchsenden und alarmieren
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oder selber auch wenn nicht sogar die Schauspieler stummschalten
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damit das nicht auf diese Anlage kommt.
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Wenn wir Lautsprecher montieren oder zum Beispiel Aufbau, Abbau,
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das machen wir untertags.
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Wir arbeiten aber durchaus in der Nacht. Es kann sein,
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dass wir an manchen Tagen zum Beispiel bei Open End proben.
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Bedeutet, die Proben haben kein Ende zu einer gewissen Uhrzeit.
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Da muss man für diese Tage darauf gefasst sein,
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dass man jetzt länger mal hier steht
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und länger eben seine Aufmerksamkeit braucht
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und wirklich fokussiert sein muss.
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Weil es muss einfach spielen. Das ist Faktum.
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Wenn Ton nicht spielt, dann gibt es keine Show.
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Es gibt definitiv bei Open Air-Veranstaltungen speziellere Anforderungen.
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Wind vertreibt den Sound
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und das muss man alles mit einberechnen.
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Allein wenn das Wetter nicht mitspielt.
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Schlechte Wetterbedingungen bezüglich Aussetzer im Funk durch Frequenzanhebung,
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einfach durch die Rauschanhebung,
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was die ganze Frequenzübertragung einfach verschlechtert.
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Kann sein, dass es zur Aussetzern kommt und da müssen wir als Team,
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mein Kollege und ich, permanent hinhören und abschätzen,
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okay, wechseln wir jetzt auf das Backup, weil das stabiler ist oder nicht?
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Stressige Situation in meinem Beruf können sein,
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wenn Schauspieler_innen ein technisches Problem haben mit ihrem Gerät.
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Zum Beispiel ein Adapterbruch von der Steckverbindung.
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Dann kann es auch schon mal sein, dass dieser Schauspieler
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genau gerade auf der anderen Seite der Bühne ist.
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Bedeutet, in dem Fall kann es sein, dass man um das ganze Gelände rennen muss,
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damit man schnell genug den Adapter wechselt
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und schnell genug das Problem repariert,
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damit es ja nicht zu Problemen kommt auf der Bühne oder Krachern oder etc.
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Man sollte für den Beruf definitiv mitbringen: Leidenschaft.
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Ganz wichtig eine gewisse Stressresistenz.
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Man sollte ruhig bleiben in gewissen Situationen.
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Mit dem Verstand klar bleiben.
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Es kann auch nie schaden, menschlich, sozial mit Künstler_innen umgehen zu können
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oder mit einem Dirigenten, musikalischen Leiter.
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Auch offen für die Wünsche zu sein, weil wir sind im Endeffekt ein Uhrwerk,
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das gemeinsam nur funktioniert, wenn jede_r sich den anderen ein bisschen anpasst.
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Tontechnik ist ein Beruf mit so vielen Facetten.
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Egal ob jetzt von Filmset,
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von Eventtechnik oder von Studioarbeit oder
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allein ob Pre- oder Post-Produktion ist schon mal eine riesige Frage,
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die man sich stellen muss, wo man hin möchte.
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In welche Sparte möchte ich denn jetzt?
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Man kann sich auch auf mehrere Sachen spezialisieren. Man muss nicht nur diese eine Sache machen.
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Ich bin zum Beispiel selbstständig nebenbei und mache meine Filmprojekte.
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Und Mörbisch ist für mich eine Saisonarbeit und etwas, was immer wiederkehrt
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was das noch einmal schöner macht.
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Das würde ich auch jedem empfehlen, der in diesem Beruf startet.
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Einfach selbst Initiative ergreifen, auf Leute zugehen und fragen:
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Hey, brauchst du nicht wen für deinen Event?
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Oder brauchst du nicht jemanden, der für dich beim Kurzfilm am Set den Ton aufnimmt?
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Weil man kommt einfach zu vielen Jobs durch Reden,
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durch Kommunikation, durch Weiterempfehlung.
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Sehr wichtig in der Tontechnik ist auch, sich gut vorzubereiten auf einen Job.
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Weil es ist nicht so, dass man, wenn man die Basis verstanden hat, gleich jeden Job machen kann.
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Man sollte sich mit dem Job auseinandersetzen, den man als nächstes macht.
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Und wenn man sich da sicher ist,
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man hat das im Griff, man weiß, was auf einen zukommt,
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dann unbedingt viele Dinge ausprobieren und unbedingt auch den Job machen.
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Auch für die Erfahrung einfach. Das ist dann sehr viel wert.
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Sound Technician
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I work as a Sound Technician.
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I did my training at the SAE,
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which is a private institute in Vienna.
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My job involves wireless technology.
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This means that I'm in our radio booth
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with my colleague, managing our wireless links and microphones.
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From soundcheck to the maintenance of microphones and transmitters
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we handle everything in the wireless department
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including assigning frequencies.
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Similarly, we also align the antennas.
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We ensure that every signal reaches the console without any dropouts.
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My colleague and I handle this signal path
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and it's our job if anything goes wrong -
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we work in a live setting, things can always happen.
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It's also our responsibility to let everyone know in good time.
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We monitor separately. We use our own monitoring setup
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to monitor the actors and make sure that,
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if something happens, like a break in the cable or the connectors,
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we report it in good time and raise the alarm
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or even, if necessary, mute the actors ourselves,
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so that it doesn't go over the system.
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When we install speakers or setup and teardown,
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we do that during the day.
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But we definitely work at night too. It's quite possible
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that on some days we have open-ended rehearsals.
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This means rehearsals don't finish at a specific time.
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So on those days you have to be prepared to
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stay later than normal
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and so you need to stay on the ball longer,
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and really stay focused.
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The show must go on. That's the reality.
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If there's no sound, the show can't happen.
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Open-air events definitely present their own unique challenges.
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Wind blows away the sound,
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and you have to factor that in.
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Especially when the weather is against you.
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Bad weather conditions lead to wireless dropouts from frequency lifts,
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due to higher noise levels,
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causing the entire transmission to simply degrade.
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Dropouts can happen and then as a team, my colleague and I
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have to constantly monitor and assess the sound.
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Should we switch to the backup now as it's more stable, or not?
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We do get stressful situations in this job
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when actors have technical problems with their equipment.
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For example, a broken adapter at the connector.
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Then it's quite possible that this actor
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is right on the other side of the stage.
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If this happens, we have to run around the entire site,
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to quickly change the adaptor
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and fix the problem in time,
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so it doesn't lead to problems on the stage, or pops etc.
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You definitely need for this job: passion.
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It's vital you can withstand stress.
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You have to stay calm in certain situations.
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Keep a clear head.
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It's also helpful, on a personal level, if you get on well with the actors,
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or with a conductor, the musical director.
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Also be responsive to their needs, as really, we are like a clockwork
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which only works when everyone makes an effort to get on together.
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Audio technician is a very varied profession.
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Whether on a film set,
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in event production or studio work.
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Even whether pre- or post production is a really big question
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you have to ask yourself what you want to do.
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Which field do I want to go into?
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You can specialise in several areas. You don't have to stick to one thing.
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For example, I also work freelance on my own film projects.
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And Mörbisch is seasonal work for me and something I do every year,
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which makes it even better.
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What I would recommend to everyone starting out in the job:
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Just take the initiative, go up to people and ask:
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Hey, don't you need someone for your event?
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Or don't you need someone on set to record sound for your short film?
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Because you can get a lot of jobs by talking,
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by communicating, through word of mouth.
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In audio engineering it's important to prepare well for a job.
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Because knowing the basics doesn't mean you can do any job.
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You have to get to grips with the job you're doing next.
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And when you're sure,
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you've got a handle on it, you know what's coming,
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then definitely try out different things and definitely do the job.
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Simply for the experience. Because that's really worth a lot.