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Mein Arbeitsalltag ist sehr vielfältig.
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Es gibt Jobs, die fangen in der Früh an,
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wo man eher Aufbauarbeiten macht.
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Zum Beispiel Lautsprecher hängen,
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Soundchecks, Mikrofone checken, Wartungen.
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Aber die meisten Jobs sind tatsächlich am Abend,
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weil die meisten Veranstaltungen am Abend sind.
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Da geht es auch um Checks, alles vorzubereiten
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und dann die Show konzentriert zu machen.
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Beim Mischpult muss man auf sehr, sehr viel achten.
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Man hat die Kontrolle über alle Signale.
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Man muss die Signale im Überblick behalten und die Signale steuern.
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Das ist im Endeffekt das,
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was die Zuhörer_innen, das Publikum hört.
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Und das ist eine immense Verantwortung.
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Meine Ausbildung hat schon in der Kindheit begonnen,
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indem ich in die Musikschule gegangen bin.
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Dann hat mich die technische Komponente noch mehr interessiert,
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bin dann auf die Tontechnik gestoßen
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und studiere seitdem an der mdw,
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an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien,
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Tonmeisterei.
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Es gibt einen Unterschied zwischen Tontechnik und Tonmeisterei.
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Wir studieren an einer Musik-Universität, wir Tonmeister_innen.
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Wir haben eine musikalische Ausbildung
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mit einem technischen Part, der dabei ist.
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Und als Tontechnik ist man eher nur mit der Technik beschäftigt
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und lässt die Musik eher ein bisschen außen vor.
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Tonmeister_innen sind oft auch Musiker_innen.
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Man hat einen ganz anderen Background.
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Meine Lieblingstätigkeit an meinem Beruf ist
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eindeutig zu mischen, am Mischpult zu sitzen
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und einen persönlichen Geschmack
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kreativ umzuwandeln auf die Lautsprecher.
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Es ist eine kreative Arbeit und eine künstlerische Arbeit,
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weil jeder hat einen anderen Geschmack, jeder hat ein anderes Gehör.
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Das dann für ein großes Publikum zu mischen,
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das ist für mich einfach - also jede Show habe ich Adrenalin in meinem Körper.
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Das ist sehr, sehr toll.
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Wenn etwas beim Ton nicht stimmt, dann hört das jeder und jede.
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Das ist ein sehr großer Druck und mit dem muss man zurechtkommen.
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Und das lernt man im Beruf, während man ihn ausübt.
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Man kann das in der Theorie gar nicht lernen,
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man muss es machen und Erfahrungen sammeln und es passieren Fehler.
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Aber das ist wichtig, dass man eben einen gewissen Druck aushalten kann.
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Man soll sich nicht einschüchtern lassen, vor allem nicht von den Arbeitszeiten.
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Man sollte hinausgehen in die Welt, soll sich Veranstaltungen anschauen,
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soll sich interessieren für die Technik. Wie könnte das gelöst werden?
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Man muss sich ständig darum kümmern, dass man up-to-date bleibt.
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Mein Highlight war auf jeden Fall hier die erste Show
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bei den Seefestspielen Mörbisch als Tonmeisterin.
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Man ist es gewohnt, im Publikum zu sitzen und ist da schon sehr beeindruckt.
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Wenn man aber dann noch den technischen Hintergrund kennt
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und selbst mitarbeitet, ist das noch mal ein ganz anderes Gefühl
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und es erfüllt einen mit Stolz.
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Es gibt ein paar Belastungen in diesem Beruf, zum Beispiel technische Probleme.
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Das ist, warum Teamarbeit so wichtig ist, um schnell Lösungen zu finden.
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In meinem Beruf hat man sehr viele Perspektiven.
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Es ist ein extrem vielfältiger Beruf.
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Man kann sich in so vielen Sparten etwas aufbauen.
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Ich bin jetzt in der Beschallungstechnik - alles, was Live betrifft.
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Man kann aber auch im Studio sitzen.
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Man kann als Aufnahmeleiter_in für klassische Musik, für Popmusik sein,
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man kann im Filmton tätig sein, man kann im Radio tätig sein.
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Es ist wirklich sehr, sehr groß.
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Ich glaube, als Tonmeister_in hat man einen sehr sicheren Job.
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Man hat sehr viele Möglichkeiten.
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Man kann wo angestellt sein,
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man kann aber auch selbstständig sein.
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Es gibt so, so viele Veranstaltungen in Österreich und man wird immer Arbeit finden.
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Sound Engineer
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My working day is very varied.
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Some jobs start in the morning,
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when it's mostly about setting up.
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For example, hanging up speakers
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sound checks, checking the microphones, maintenance.
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But most of the jobs are actually in the evening,
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because most events happen in the evening.
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That's also about checking, getting everything ready
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and then focusing on the show.
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At the mixing desk there's a lot to keep an eye on.
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You control every single signal.
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You have to track all audio signals and control them.
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In the end, that's
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what the audience, the crowd hears.
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That is a huge responsibility.
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My training started when I was a child,
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by attending a music school.
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Then I became more interested in the technical side of things
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and I discovered audio engineering
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and since then I study at the mdw,
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at the University of Music and Performing Arts, Vienna,
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sound engineering.
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There's a difference between Sound Technician and Sound Engineer.
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Studying the latter, we attend a specialist music university.
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We have a musical education
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with a technical component to the course.
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Being a sound technician is more about the technical side
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and the focus is somewhat less on the music.
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Sound engineers are often musicians too.
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We have a very different background.
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What I like doing best in my job
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is definitely mixing, sitting at the console
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and creatively shaping my personal taste
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through the speakers.
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It is a creative and artistic work,
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because we all have different tastes and hear things differently.
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So mixing for a large audience
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for me, that's just ...
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Every show, I have adrenaline in my body.
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It's really amazing.
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If something isn't right with the sound everyone hears it.
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That's a lot of pressure and you have to cope with that.
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You learn how to do that when you're on the job.
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You can't just learn it from theory
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you have to do it, gain experience and mistakes happen.
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But it's important that you can withstand a certain amount of pressure.
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Don't be put off, especially not by the hours.
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You should just get out there, get to as many events as you can,
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be interested in the technical aspect. How to solve it?
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You constantly have to make an effort to keep up-to-date.
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My highlight was definitely my first show here
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as sound engineer at the Mörbisch Lake Festival.
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You are used to sit in the audience and be very impressed by it all
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but if you also understand the technical side
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and are involved in the work, it's a completely different feeling,
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and you really do feel proud.
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This work comes with its own challenges, like technical problems.
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That's why teamwork is so important, to find solutions quickly.
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In my profession there are so many opportunities.
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It's a very versatile field.
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You can build a career in so many different sectors.
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I’m now working in live sound - everything related to live events.
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You can also work in a studio.
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You can work as a recording engineer for classical music, or for pop music.
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You can work in film sound, and also in radio broadcasting.
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It really is a very broad field.
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I think that music and sound engineer is a very secure job.
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You have so many options.
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You can be employed somewhere,
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but you can also be self-employed.
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There are so many events in Austria and you will always be in demand.