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Ich habe die neun Schuljahre gemacht.
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Das neunte Schuljahr habe ich in der Polytechnischen Schule in Scheibbs gemacht.
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Dann war ich schnuppern bei Welser Profile.
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Ich habe mir beim Schnuppern die Berufe angeschaut, was mir am besten gefällt.
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Da ich immer schon handwerklich arbeiten wollte
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und mir das Spaß gemacht hat,
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habe ich mich für den Werkzeugbau entschieden, weil das vielseitig ist
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in vielen Facetten.
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Bei uns wird man in der Lehre in verschiedene Abteilungen versetzt,
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ab dem zweiten Lehrjahr.
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Man kann zum Beispiel zu den Fräsern,
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wo es um das Fräsen geht - spanende Bearbeitung - dann Drehen.
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Man kommt auch in Werkzeugbau, wo es um den Aufbau
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von Stanzwerkzeugen oder Biegewerkzeugen, Prägewerkzeugen geht.
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Außerdem kommt man zum Pressen-Service und zum Werkzeug-Service,
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wo man dann im Produktbereich eigentlich tätig ist
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und Werkzeuge zum Beispiel - nicht wie der Werkzeugbau - neu zusammenbaut,
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sondern serviciert.
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Das heißt zerlegen, reinigen oder austauschen und wieder zusammenbauen.
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Ich habe viel mit Flächenschleifen zu tun.
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Das heißt eine Ebene auf µ (My) genau abtragen
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und dass es sehr genau wird auf jeden Fall,
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weil das hat alles natürlich Einflüsse auf das Produkt und das Endprodukt.
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Ein µ (My, vereinfacht Mü) ist ein Tausendstel Millimeter.
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Am allerliebsten serviciere und reinige ich Werkzeuge.
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Das heißt die Werkzeuge, die zu uns kommen,
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sind meistens von der Produktion verschmutzt
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und mit Öl oder Spänen beschmutzt.
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Wir zerlegen, reinigen sie wieder.
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Manche Teile, Komponenten austauschen gegen andere,
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wenn es bei anderen Produktionen eingesetzt wird.
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Und dann wieder zusammenbauen.
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In der Berufsschule hat man auf jeden Fall Fachkunde,
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eine Werkstatt, wo man handwerklich tätig ist und bei Fachkunde ist es so,
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du lernst alles über Metall generell.
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Wo es herkommt, wie es verarbeitet wird und die Zerspanung.
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Was man alles damit machen kann.
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Mathematik spielt auch eine Rolle, weil du oft Teilungen ausrechnen musst.
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Man sollte die Flächen und Winkel, die man braucht,
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muss man auch oft ausrechnen.
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Was auf jeden Fall von Vorteil wäre, ist handwerkliches Geschick.
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Auf jeden Fall Durchhaltevermögen, weil es kann sehr zehrend sein,
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wenn irgendwas nicht gleich im ersten Moment funktioniert.
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Dann muss man viele Optionen durchgehen und schauen,
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woran kann es liegen
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und das doch länger dauern könnte.
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Auf jeden Fall Spaß sollte man dabei haben.
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Man kann den Werkmeister machen und sich dadurch immer wieder raufarbeiten
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zum Schichtleiter und irgendwann einmal Abteilungsleiter.
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Man hat schon viele Möglichkeiten.
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Vor allem die Firma unterstützt das auch.
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Wenn man den Werkmeister machen will, dann unterstützt dich die Firma dabei.
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Bei uns in der Firma gibt es einen Englischkurs.
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Den macht man im ersten Lehrjahr.
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Der soll dir auch helfen, dass du dich - falls du mal nach Amerika kommst
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oder die Möglichkeit hast, nach Amerika zu fliegen -
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verständigen kannst und im Metallbereich die wichtigsten Sachen,
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zum Beispiel Werkzeuge - dass du dich verständigen kannst.
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Das wird auch sehr unterstützt in unserer Firma,
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dass man bei einem Lehrlingswettbewerb dabei ist,
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dass man an einem Industrie 4.0 teilnimmt,
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wo mehrere Berufe zusammenarbeiten
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und wir einen funktionierenden Prozess zum Laufen bringen müssen.
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Das war sehr cool. Das hat mir Spaß gemacht.
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Metalworking: Toolmaking Technician
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I did nine years at school.
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I spent the ninth year at the polytechnic in Scheibbs.
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Then I did job shadowing at Welser Profile.
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I looked at the different professions at Welser, to see what I liked best.
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Since I've always wanted to work with my hands
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and I enjoyed doing it,
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I decided to go into toolmaking because it's so versatile
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in many ways.
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Here, during the apprenticeship, we go into various departments
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from year two onwards.
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You can go to milling, for example,
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where it's all about milling - machining department - then turning.
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You also go into toolmaking, which involves assembling
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punching tools, bending tools, embossing tools.
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You also spend time in press maintenance and in tool servicing,
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where you are actually based in the production area
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where tools, for example - are not built as in toolmaking,
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but rather serviced.
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That means dismantling, cleaning or replacing, reassembling them.
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I spend a lot of time surface grinding.
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That means grinding down to the nearest micron
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ensuring absolute precision every time
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because it all affects the quality of the final product.
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One micron (µm) is equal to a thousandth of a millimetre.
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I like servicing and cleaning tools best.
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That means the tools that come to us
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are usually dirty from production
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and are covered in oil and swarf.
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We dismantle and then clean them.
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We replace some parts or components with others,
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when they are used for other production runs.
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And we then reassemble them.
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In vocational school you always study technical theory,
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there's a workshop for practical work and in technical theory
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you learn all about metal in general.
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Where it comes from, how it's processed and about machining.
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And all the things it's used for.
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Maths also plays a key role as you often have to calculate the pitch.
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You often have to calculate the surface areas
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and angles that you need, too.
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What would definitely be an advantage, is having good manual skills.
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You definitely need staying power as it can be very demanding
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when something doesn't work straight away.
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Then you have to consider all the options,
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and establish the cause,
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and that can take a while.
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Most importantly, you should enjoy the work.
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You can then qualify as a foreman and keep working your way up
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to shift supervisor and eventually head of department.
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There really are many opportunities.
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Above all, the company supports you in this.
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If you want to qualify as foreman, the company supports you.
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Here in the company we have an English course.
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That's in your first apprenticeship year.
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It's to help you to communicate better - in case you are sent to the USA
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or you have the opportunity to fly to America -
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you are able to discuss key topics in the metal industry
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for example tools - and can communicate clearly.
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Our company also strongly supports
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participation in apprentice competitions
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and taking part in industry 4.0 projects
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where several professions collaborate
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We had to create a working process and get it up and running.
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That was really cool. I enjoyed that.