00:18
Am meisten brauchen wir die Schere.
00:21
Mit der muss man schon umgehen können.
00:23
Wir arbeiten mit vielen verschiedenen Materialien.
00:28
Dadurch, dass wir Damen- und Herren-Schneiderei sind.
00:31
Zum Beispiel Leinen ist eher dicker und bockiger vielleicht sogar.
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Dann gibt es einen Chiffon, Seiden-Chiffon zum Beispiel.
00:40
Die sind ganz leicht.
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Man muss auch das Gespür haben für die Stoffe.
00:48
Es muss alles schön werden.
00:50
Für den Beruf braucht man auch Fingerspitzengefühl,
00:53
auch sehr viel Genauigkeit.
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Dann gehört Kreativität dazu
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und viel Geduld.
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Es beginnt mit dem Handnähen.
01:07
Da lernt man die Geschicklichkeit.
01:12
Das ist gut, dass wir damit anfangen.
01:14
Dann geht es weiter mit einer Weste zum Beispiel
01:18
und Jacken, Sakkos.
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Bei uns mit den Trachten, auch die Dirndlkleider.
01:24
Nach jedem Schritt wird das Kleidungsstück gebügelt.
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Gut gebügelt ist halb genäht.
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Stressig ist zum Beispiel,
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wenn ein Kleidungsstück reinkommt und bis morgen braucht der Kunde das.
01:39
Oder der Kunde ist da und das gehört jetzt noch kurz geändert.
01:43
Man muss aber trotzdem ruhig bleiben.
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Wenn man ruhig bleibt, ist man am schnellsten.
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Wenn man hudelt, dann wird das nichts.
01:51
Dann muss man wieder auftrennen.
01:53
Dadurch, dass das ein Modul-Lehrberuf ist,
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kann man nach der Lehrabschlussprüfung auch zum Beispiel:
01:58
Man lernt Damen- und Herrenkleidermacher
02:01
oder Säckler für Lederhosen machen, für das Leder.
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Oder der Modist, der Hutmacher.
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Man kann von den Modulen dann einzeln die Meisterprüfung machen.
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Das ist ja das Schöne, dass man sich viel für sich selber nähen kann.
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Alle Gedanken, alles was man auf der Stange nicht hat,
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kann man sich dann selber machen und dann kann ich das anziehen.
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Da bin ich in die Maschinenbau-HTL in Salzburg gegangen - war auch lässig,
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aber ich habe einen Verwandten in Bad Ischl,
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der war Lederhosenmacher
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und über ihn habe ich zu dem Beruf gefunden.
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Lederhosen sind eben fesch.
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Jetzt habe ich meinen Traumberuf gefunden und das passt gut.
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In der Berufsschule lernen wir auch sehr viel über die Stoffe
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und auch die Namen der Stoffe,
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wie sie hergestellt werden und welche Maschinen es gibt.
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Auch viel, wie es in der Industrie funktioniert.
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Auch lässig, das zu wissen.
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Schön ist zu sehen, dass man von Anfang an bei etwas dabei ist.
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Weil wir bekommen das zugeschnitten,
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dann machen wir die Probe, dann geht es in den Verkauf,
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dann wird es probiert und dann bekommen wir es wieder und machen es fertig.
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Dann schauen die Kundschaften bei der Tür rein
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und das ist auch schön, wenn man sieht, wie es fertig ausschaut
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und dass sie eine Freude damit haben.
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Man sollte genau sein und auch auf Kleinigkeiten schauen.
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Lieber einmal öfter etwas auftrennen,
03:33
wie wenn du dann nachher siehst, dass es immer noch ...
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und dann musst du noch mehr aufmachen.
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Darum ist es gescheiter, man richtet immer gleich alles so, dass es passt.
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Wenn man so beeinander steht und dann wird gefragt, wer was tut
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und du sagst, ich lerne Schneider und Lederhosenmacher.
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Dann ist schon einmal so: Was? Aber ...
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im Endeffekt mache ich ihnen dann was daheim,
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richte ihnen das Gewand oder wenn ein Knopf abgeht.
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Wird schon auch gebraucht und wertgeschätzt.
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Sehr wichtig ist uns, dass die Person,
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die sich für die Lehre interessiert,
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einen Tag einfach mal bei uns mitarbeitet.
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Der Lehrling bekommt ein bisschen das Gespür:
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Wie ist das Klima? Wie ist der Arbeitsplatz?
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Was machen alle anderen?
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Was ist so die tägliche Tätigkeit, die man im Lehrberuf hat?
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Das bekommt man da gut mit.
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Da reicht ein Tag einfach mal so zum reinspüren
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und wir oder ich sehe auch: Passt der so ins Team?
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Es ist doch so bei einer Schneiderei, man hat keine Einzelbüros.
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Sondern das ist ein großer Raum und da arbeiten wir alle zusammen
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und da muss das Klima passen.
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Dann schaue ich auch drauf,
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wie nimmt die Person eine Nadel in die Hand?
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Wie greift die nach einem Stoff?
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Man sieht da ganz viel dieses feine Gespür.
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Oder wer, der auf dieses Detail, auf das Schöne auch schaut.
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Der so einen Sinn hat für Schönheit, für Details.
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Das ist bei uns im Beruf einfach sehr wichtig,
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weil wir wollen, dass unsere Kleidungsstücke -
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wir machen die nach Maß, wir machen die mit einer Anprobe.
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Wir verwenden hochwertige Materialien und schauen, dass das super sitzt.
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Dann muss aber auch jede Person,
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die daran arbeitet, auch dieses Gespür mitbringen
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für den Stoff, für das Handwerk an sich.
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Weil wir müssen ordentlich arbeiten, wir müssen sauber arbeiten.
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Das ist das Wichtige an unserem Beruf.
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Das eine ist, dass man sich beim Ausbildungsbetrieb überlegen sollte:
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Was macht der Ausbildungsbetrieb?
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Man lernt dann das, was man im Betrieb lernt.
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Wir sind auf Trachten spezialisiert.
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Wer anderer ist vielleicht auf elegante Herrenmode spezialisiert.
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Dann lernst du genau das.
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Das wäre das eine.
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Und das andere ist, dass für eine Lehre -
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je nachdem, wo man einen Ausbildungsplatz bekommt -
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und auch für die Berufsschule dann schon möglich ist,
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dass man ein Internat braucht oder eine Wohnung.
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Custom Tailor
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We use scissors the most.
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You need to know how to use it.
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We work with many different types of fabric.
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Since we are tailors for both ladies and gentlemen.
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For example, linen is somewhat thicker and possibly stiffer.
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Then there's chiffon, silk-chiffon for example.
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They are very lightweight.
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You also have to have a feel for the fabrics.
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Everything must look good.
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This job also requires dexterity
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and a high level of precision.
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It also requires creativity
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and a great deal of patience.
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It starts with hand sewing.
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You learn the skill of sewing.
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It's good we start with that.
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Then we move on to a waistcoat, for example,
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and jackets, blazers.
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Since we make traditional costumes, also dirndl dresses.
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The item of clothing is ironed after each step.
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Well-ironed is half the battle.
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It's stressful,
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when a customer brings in a garment and requires next-day service.
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Or they need an alteration doing there and then.
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But you still have to stay calm.
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You work quickest if you stay calm.
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It won't work if you rush things.
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Then you just have to unpick it again.
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Because it's a modular apprenticeship
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after passing the apprenticeship exam you can also
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learn ladies' and gentlemen's tailoring
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or leather garments tailor for lederhosen and leather.
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Or a milliner, a hat maker.
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You can take the master craftsman's exam for each module separately.
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It's great to sew clothes by yourself.
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Whatever comes to mind, that's not on clothes rail,
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you can make yourself and then you can wear it.
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I was doing mechanical engineering at the HTL Salzburg, that was pretty cool too,
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but I have a relative in Bad Ischl,
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who made lederhosen
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and it was through him that I got into this line of work.
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Lederhosen are simply stylish.
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Now I've found my dream job and it really suits me.
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In vocational school we learn a lot about fabrics
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and also the names of the fabrics,
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how they are manufactured and what machines there are.
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Also a lot about how the industry works.
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It's also cool to know about that.
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It's nice to be involved in something from the very beginning.
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We receive the fabric cut out,
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then we make the sample, it goes on sale for the fitting.
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Then we get it back and finish it.
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Customers peek in through the door
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and it's great to see what the finished article looks like
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and that it makes them happy.
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You should be precise and pay attention to detail.
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It's better to often unpick something,
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than seeing afterwards, that it's still ...
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and then you have to unpick even more.
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That's why it's better to set everything up right away so it fits.
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When standing with others and they ask who does what
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and you say, I'm learning tailoring and how to make lederhosen.
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Then you get : What? But ...
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in the end, I'll make something for them at home,
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alter their clothes, help when they lose a button.
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That's useful and appreciated.
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For us, it's really important that
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whoever is interested in this apprenticeship,
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spends a day working with us.
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The apprentice then has a bit more of an idea:
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What is the atmosphere like? What's it like working there?
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What do all the others do?
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What will I be doing every day, as an apprentice?
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You get a good feel for that.
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One day is enough just to get a feel for it
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and we, or I, also see whether they fit in with the team.
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That's how it is in a tailor's shop, there are no individual offices.
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Rather, it's one large room where we all work together
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and the atmosphere must be right.
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Then I look to see
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how does this person hold a needle?
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How do they take hold of the fabric?
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You can really see that fine intuition.
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Or someone with an eye for detail, and for beauty.
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Someone who appreciates beauty, and finer details.
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That is really important in our profession,
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because we want our garments -
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they are made to measure, made with a fitting.
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We use high quality fabrics and ensure everything fits perfectly.
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Then every individual
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who works on it must have this flair
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for the fabric, for the craft itself.
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Because we have to work neatly and clean.
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That is crucial in our profession.
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One thing you should consider regarding the training company:
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What does the training company do?
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Because you learn what you learn on the job.
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We are specialised in traditional costumes.
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Someone else may be specialised in elegant menswear.
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Then that is what you learn.
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That's one thing.
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Another thing is,
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depending on where you get an apprenticeship
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and also for vocational school it's quite possible
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that you need a boarding school or a flat.