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Mein Cousin und mein Papa sind auch Metzger
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und da war ich von klein auf immer dabei.
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Dort habe ich das immer gesehen
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und darum hat mich das auch immer fasziniert.
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Dann habe ich mich dafür entschieden, dass ich das auch lerne.
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Es fängt mit dem Wareneingang an. Da kommen die ganzen Waren
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und dann muss man das im Computer eintragen,
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gerade bei der TANN, bei so einer großen Firma.
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Dann kommt alles in Zerlegung.
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Da teilt man das ganze große Tier in verschiedene kleine Teile auf.
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Weiter geht es in die Wursterei.
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Da machen wir verschiedene Würste wie Frankfurter, Knacker, Aufschnitt etc.
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Dann wird das Ganze verpackt und weggeschickt in die verschiedenen Spar-Läden.
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Kälte ist für mich nicht so schlimm, am Anfang habe ich es schlimm gefunden.
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Aber wenn du mal zwei Wochen in der Kälte arbeitest,
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dann macht dir das mit der Zeit nichts mehr aus, weil daran gewöhnt man sich.
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Manchmal die schweren Kisten oder beim Hubwagen zum Beispiel
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die schweren Paletten herumziehen.
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Das ist manchmal schon anstrengend,
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aber ich habe viele männliche Kollegen, die mir immer gerne helfen.
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Verändert hat sich bei mir, dass ich viel mehr in Österreich erkunden kann.
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Davor bin ich nur bei mir daheim in Vorarlberg gewesen.
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Durch die Lehrlingsseminare komme ich nach Salzburg, nach Graz
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und bin schon an vielen Orten gewesen.
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Vorurteile höre ich oft.
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Gerade auf der Straße zum Beispiel, wenn mich jemand fragt:
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Was bist du von Beruf? Dann sage ich Fleischverarbeiterin.
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Dann kommen so Sachen wie: Kannst du das? Du wirst oft unterschätzt.
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Aber ich gehe meinen Weg und ignoriere es einfach.
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Es macht mir Spaß
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und ich wollte das von klein auf immer machen.
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Mein Opa war auch schon ein Fleischer.
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Er hat mir ein paar Sachen gezeigt.
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Das hat mir so gefallen, dass ich das Handwerk erlernen wollte.
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Das Zerlegen lernt man.
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Wurst machen.
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Wie eine Wurst gemacht wird, was alles dazugehört.
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Das ganze Fachwissen.
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Die ganzen unterschiedlichen Stücke, was man alles daraus macht.
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Schnuppern wäre nicht schlecht, wenn man sich das mal anschaut.
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Bei Bewerbungen ist uns am allerwichtigsten
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das Vorstellungsgespräch und das Schnuppern danach.
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Das neunte Schuljahr sollte abgeschlossen sein.
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Ansonst ist es so, dass wir ganz viel mit körperlicher Arbeit zu tun haben.
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Das heißt, es ist eine gewisse körperliche Fitness notwendig in diesem Bereich.
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Man denkt, das ist einfach nur das Zerteilen und eine Wurst oder Fleisch produzieren.
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Aber es ist unfassbar viel Fachwissen vonnöten.
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Und somit ist es extrem wichtig, dass man den Willen hat,
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etwas Neues zu lernen und sich das ganze Wissen auch anzueignen.
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Somit ist es total wichtig, dass man in den Betrieb geht
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und sich das anschaut: Was macht man da eigentlich?
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Das Wichtigste ist, dass der sorgsame und wirtschaftliche Umgang
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mit dem Rohstoff Fleisch vermittelt wird.
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Es ist ein Produkt, das mit Liebe von Bauern produziert worden ist
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und wir hier eine große Verantwortung haben in der Lebensmittelsicherheit,
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dass das Produkt auch sehr sicher an den Kunden gelangt.
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Das ist das Wichtigste, was wir vermitteln.
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Nach der Lehrabschlussprüfung gibt es die Fleischermeister-Ausbildung,
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den Fleisch-Sommelier.
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Es gibt bei SPAR den SPAR-Meister, der sehr hochwertig ist
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und hoch angeschrieben ist im nationalen Bereich.
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Der junge Mensch bekommt sehr viele Eindrücke von Tag 1 an.
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Das zu verarbeiten, ist die größte Schwierigkeit.
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Alles zuzuordnen.
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Was ist der richtige Schnitt?
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Wie wird der richtige Schnitt gemacht?
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Die Gefahren sind sicher die Schnittverletzungen. Das ist ein Thema.
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Natürlich haben wir die Sicherheitsausrüstung in jedem Bereich.
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Manchmal hat man einen schlechteren Tag,
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wo man vielleicht nicht so konzentriert ist
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und da ist die Verletzungsgefahr etwas höher.
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Wir haben noch immer ein sehr starkes Handwerk
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in Zerlege-Tätigkeiten, in Wurst-Tätigkeiten.
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Da braucht es das fachliche Auge und auch die fachliche Kenntnis.
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TANN ist sehr facettenreich und abwechslungsreich.
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Zum Beispiel haben wir in TANN Sankt Pölten die vegane Fleischproduktion.
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Das ist einfach das Schöne, was das Berufsbild ausmacht.
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So kann man auch lange bestehen in dem Beruf.
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Meat Processor
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My cousin and my dad are also butchers.
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I was always around, from a young age.
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So I grew up with it,
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and that's why it always fascinated me.
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Then I made up my mind I would learn it too.
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It starts when the goods arrive. We receive all the goods,
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then you have to put that into the computer,
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especially at TANN, at such a large company.
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The meat is then butchered.
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The whole large animal is cut up into various small pieces.
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Next stop is the sausage factory.
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We make various types of sausage like frankfurter, knackwurst, cold cuts etc.
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Then everything is packaged and dispatched to various SPAR stores.
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I don't find the cold that bad, at first I found it terrible.
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But after working in the cold for two weeks
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it doesn't bother you, because you get used to it.
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Sometimes the heavy boxes or using the pallet jack
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to move the heavy pallets, is sometimes really exhausting.
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But I have many male colleagues, who are always happy to help me.
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What has changed for me, is that I get around Austria a lot more.
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Before, I just used to be at home in Vorarlberg.
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The apprenticeship seminars take me to Salzburg, to Graz
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and I've been to a lot of places.
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I often encounter prejudice.
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Especially on the street, for example if someone asks me:
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What do you do for a living? Then I say meat processor.
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They say things like: Can you do that? You are often underestimated.
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But I do my own thing and just ignore it.
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I like doing it since I was young.
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My grandfather was also a butcher.
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He showed me a few things.
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I liked it so much that I wanted to learn this skill.
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You learn butchery.
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Make sausages.
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How a sausage is made, everything this involves.
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All the expertise.
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All the different parts, everything you can make out of them.
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Job shadowing wouldn't be a bad idea - just to see what it's like.
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With applications, the most important thing for us
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is the interview and the job shadowing afterwards.
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You should have completed 9 years of schooling.
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The job involves a lot of physical work.
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That means you need a certain degree of physical fitness.
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People think it's just cutting up meat and producing sausages or meat.
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But it requires an incredible amount of expertise.
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So it's extremely important to really want to
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learn something new and to acquire all the knowledge.
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So it's really important to go into the company
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and see for yourself: What do they actually do there?
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Most importantly, we teach people to handle the raw meat
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carefully and economically.
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It's a product that has been lovingly produced by farmers
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and we have a great responsibility regarding food safety,
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to ensure it reaches the customer in a safe condition.
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That is the most important thing that we teach.
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After the apprenticeship certification exam there's the master butcher training,
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the meat sommelier.
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At SPAR we have the SPAR Master, which is a high-level qualification
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and is highly regarded nationally.
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Right from day one, the young person gains so many insights.
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The biggest challenge is to process them.
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Categorise everything.
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What is the right cut?
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How do you make the right cut?
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The main dangers are definitely cuts. That is a concern.
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Of course, we have safety equipment in every area.
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Sometimes you have a bad day
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and are less focused on your work
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and then the risk of injury is somewhat higher.
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We still have a very long tradition of craftsmanship
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in butchery and sausage making.
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This requires a professional eye and also specialized knowledge.
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TANN is very diverse and varied.
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For example, in TANN Sankt Pölten we have vegan meat production.
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That's simply the beauty of this profession, what makes it so special.
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That's why you can stay in this profession for a long time.